Pi-hole ist ein Werbeblocker auf DNS-Ebene. Das heißt Werbung wird auch geblockt, wenn kein Adblocker verwendet wird, da die anfragen zum Anzeigen der Werbung ins Leere laufen. Im Beitrag Pi-hole unter Raspbian Jessie Lite unter nginx mit SSL betreiben habe ich beschreiben wie es unter Raspbian Jessie Lite installiert werden kann.
In diesem Beitrag möchte ich beschreiben wie es möglich ist im DNS Server von Pi-hole eigene DNS Einträge zu hinterlegen. Dies könnte Beispielsweise Namen sein unter denen die Rechner im eigenen Netzwerk erreichbar sein sollen.
Dazu kann einfach eine neue Konfigurationsdatei für dnsmasq, dem von Pi-hole verwendeten DNS Server, angelegt werden. In dieser Datei wird auf eine Liste mit den DNS Namen verwiesen.
$ echo "addn-hosts=/etc/pihole/lan.list" | sudo tee /etc/dnsmasq.d/02-lan.conf
Die Datei mit der Liste von DNS Namen wird im Beispiel unter /etc/pihole/lan.list gespeichert. Sie enthält pro Zeile eine IP-Adresse gefolgt von den Hostnamen unter der sie erreichbar sein soll – nachfolgend ein Beispiel.
192.168.0.42 carsten.lan carsten 192.168.0.66 pi.lan pi
Nachdem die Datei mit den DNS Einträgen gefüllt wurde muss dnsmasq einmal seine Konfiguration neu laden, damit die Änderungen wirksam werden.
$ sudo service dnsmasq force-reload
Nun sind die Geräte im LAN auch über den angegebenen Namen erreichbar.
Hallo,
inzwischen hat sich der Name des Service geändert. Ich habe die Konfiguration auf meinem Pi-hole mit
sudo service pihole-FTL restart
neu geladen.
Grüße
revolverheld
Danke für die tolle Anleitung! Genau das hab ich gesucht, um meine Nextcloud zuhause nur intern zu synchronisieren, ohne die Desktop-Einstellungen der Nextcloud ändern zu müssen.
Eine Frage habe ich noch: Was bedeuten „carsten“ und „pi“ hinter den Hostnamen?
Beim Befehl „sudo service dnsmasq force-reload“ kommt bei mir die Fehlermeldung, dass „dnsmasq“ als Service nicht gefunden wurde. Ich habe es daher über das Admin-Panel von Pi-hole gelöst, in dem ich den DNS-Resolver neugestartet habe. Danach ging es aber problemlos.
Nur am Rande:
Habe mich soeben mit dem selben Problem beschäftigt.
Anscheinend wurde in der Zwischenzeit eine Möglichkeit geschaffen den eigenen Router als Domänencontroller einzubinden (unter „Settings“), was entsprechend nun alle localen DNS-Einträge, die von Geräten im Lan bereit gestellkt werden weiter leitet, ebenso wie Gerätenamen stattt IP-Addressen auflöst.