Terminal Aliase in Linux

Unter einem Alias in Linux versteht man, dass ein bestimmter Befehl unter einem anderen Namen mit ggf. mehr/anderen Parameter ausgeführt wird. Unter Ubuntu Linux 16.04 wird beispielsweise standardmäßig in der Datei .bashrc ein Alias mit dem Namen ll auf ls erstellt, welcher zusätzlich immer noch das Argument -alF ausführt.

alias ll='ls -alF'

Dies bedeutet, dass wenn der Befehl ll abgesendet wird im Hintergrund ls -alF ausgeführt wird. So spart man sich immer die Parameter mit anzugeben. In obigem Beispiel werden somit bei jedem Ausführen auch versteckte Dateien/Ordner ausgegeben (Parameter -a), Details wie Berechtigungen, Zeitstempel, etc. (Parameter -l) und Indikatoren ob es sich um ein Verzeichnis etc. handelt (Parameter -F).

Ich verwende immer gerne noch weitere Aliase. Diese können einfach in der Datei ~/.bash_aliases definiert werden. Diese wird beim Anmelden jedes Mal automatisch ausgeführt. Die geänderte Datei wird allerdings erst nach dem erneuten einloggen – oder dem Absenden des Befehls bash, welcher eine neu Bash öffnet – ausgeführt. Erst dann sind die neuen Aliase aktiviert. Meine ~/.bash_aliases sieht derzeit folgendermaßen aus.

alias ll='ls -alFh --time-style=long-iso'
alias df='df -h'
alias du='du -h'

Dies sollte für alle Linux Distributionen funktionieren. Falls es unter einer Distribution mal nicht funktioniert sollte geprüft werden, ob sie in der ~/.bashrc eingebunden wird. Das Einbinden könnte folgendermaßen aussehen.

if [ -f ~/.bash_aliases ]; then
    . ~/.bash_aliases
fi

Die Aliase sind danach in jedem neu geöffneten Terminal verfügbar. Um die neuen Aliase im aktuellen Terminal zu aktivieren kann nachfolgender Befehl ausgeführt werden.

$ . ~/.bashrc

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